Nur sagen was ist oder besser gleich in die Zukunft schauen?



Das genau ist die Frage und dann doch auch der Unterschied zwischen Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Magische Begriffe, die über einen entspannten, reibungslosen Ablauf der Produktion entscheiden, über Lieferfähigkeit und Vertragstreue und auch darüber, was Produktion kosten kann. Grund genug, kurz zu erklären, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und – wenn Sie das noch nicht getan haben – warum es sich lohnt, darüber nachzudenken.


Die Anlage läuft. Keine Fehlermeldungen, keine Ausfälle. Alles ist fein. Jetzt. In genau diesem Moment. Aber wie wird das morgen sein? Übermorgen? Nächste Woche? Nicht nur für das gute Gefühl wäre es wichtig zu wissen, wie es in der Maschine aussieht, wie der Zustand der Verschleißteile tatsächlich ist, oder? Eine solche Überwachung von Maschinen-Bestandteilen, die nicht sofort mit bloßem Auge (oder nur aufwändig) sichtbar sind, kann mittels eines Sensors erfolgen. Condition Monitoring macht genau das – ein erster Schritt in Richtung Sicherheit, denn, wie der Name schon sagt, wird ein Zustand überwacht: Ein Sensor wird angebracht und meldet, ob das Wälzlager okay ist, das Getriebe oder die Anlage. Probleme werden erkannt und eingeordnet. Ist der Zustand so kritisch, das gehandelt werden muss, kann unmittelbar reagiert werden. Der Schaden wird begrenzt und die Frage, warum es zu dieser Situation gekommen ist, lässt sich ebenfalls klären.


Das Hier und Jetzt – nicht mehr und nicht weniger


Condition Monitoring trifft also eine Aussage über den Moment – nur eben nicht über die Zukunft. Wie angenehm wäre es, nicht erst dann zu reagieren, wenn schon etwas gerissen, zersplittert oder schlicht verbraucht ist? Es wäre schon gut zu wissen, wie sich der Zustand der Teile, die in regelmäßigen Abständen ersetzt werden müssen, beispielsweise in der kommenden Woche darstellen wird. Oder in zwei Wochen. In einem Monat.


Predictive Maintenance – für den Blick in die Zukunft.


So würde man Zeit gewinnen, um zu agieren – im Voraus und nicht, wenn schon im schlimmsten Fall die Maschinen stehen. Der Anspruch, in die Zukunft schauen zu können, wird erst durch Predictive Maintenance erfüllt. Damit wird eben nicht nur der aktuelle Zustand der Anlagen bestimmt und eingeordnet. Dieses „Ich habe heute gemessen und alles ist in Ordnung“ allein reicht nicht. Predictive Maintenance macht zwar auch genau das, sieht aber gleichzeitig dank einer intensiv trainierten Künstlichen Intelligenz (KI) auch in die Zukunft und ergänzt: „Ich erwarte, dass auch die nächsten drei Monate alles in Ordnung ist, die nächsten sechs Monate ist ebenfalls noch alles bestens, aber die Restlebensdauer beträgt insgesamt nur noch sieben Monate. Also Achtung: Kümmere dich rechtzeitig um die Ersatzteile x,y,z.“


Was der eine kann und der andere noch besser


Warum nicht Condition Monitoring und Predictive Maintenance kombinieren? Condition Monitoring analysiert im Hier und Jetzt, Predictive Maintenance leistet zusätzlich den Blick in die Zukunft. Wie lange wird etwas noch in Ordnung sein? Wie sieht es mit der Restlebensdauer aus? Predictive Maintenance beantwortet diese Fragen mühelos, verlässlich und kostensparend. Die Produktlebensdauer der Verschleißteile wird maximal ausgenutzt und sicher ausgelotet. Das versetzt Sie in die Lage, rechtzeitig reagieren zu können. Eine gute Idee.



Autor: DI. Mag. Markus Loinig

E-Mail: markus@senzoro.com

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