Die „Fünf Sinne +“ Logik bei mobilen Messsystemen



Mobile Messsysteme setzen auf die Sinne der Menschen – eine wirklich gute Kombination, wenn nicht sogar die beste: Ölflecken sehen, die auftauchen, wo sie nicht hingehören oder Geräusche wahrnehmen, und wissen, wenn, und warum sie sich nicht gut anhören? Diese Art von Hinweisen erfassen und automatisch in den Kontext mit Messungen der mobilen Sensoren stellen – so wird das Beste von allem genutzt. Man könnte auch sagen ‚Fünf Sinne Plus‘.


Für eine perfekte Instandhaltung ist es eine gute Idee, genau hinzusehen, hinzuhören, zu riechen, zu fühlen etc. und das, was man mit den eigenen fünf Sinnen nicht wahrnehmen kann, im Idealfall, um die Messwerte von mobilen Sensoren zu ergänzen. Ordnet man all diese Informationen auf der Basis von Erfahrungen ein, lassen sich Rückschlüsse ziehen. Man kann sofort reagieren. Instandhalter können so z.B., wenn nötig, weil komplett verdreckt, einen Filtertausch veranlassen. Sie nehmen wahr, dass etwas nicht stimmt. Der mobile Sensor sorgt für Gewissheit. Mit permanenten Sensoren funktioniert das nur bedingt:


Sieht ein Mitarbeiter der Instandhaltung Öl aus dem Gehäuse des Motors tropfen, weiß er aus Erfahrung: wenn er jetzt nichts tut, hat er bald ein Problem. Ein permanenter Sensor, der dort zur Überwachung des Motors installiert ist, merkt zu dem Zeitpunkt noch nichts. Wenn man Glück hat, schlägt dieser Sensor Alarm und verhindert einen ungeplanten Stillstand. Wenn man Glück hat. Vielleicht klappt das, vielleicht aber auch nicht. Auf alle Fälle hätten die „fünf Sinne plus“ des Menschen das auslaufende Öl wohl entdeckt. Im Gegensatz zum Menschen, der sein Gehör, oder seinen Geruchssinn gar nicht abschalten kann, ist ein fixer Sensor ist für alle anderen Faktoren drum herum praktisch ‚blind‘ und stößt damit schnell an Grenzen. Und nicht nur das: Permanent installierte Sensoren sind auch noch teuer und vollkommen anonym.


Mobile Messsysteme funktionieren dagegen als direkte Unterstützung der täglichen Arbeit. Der Instandhalter ist nach wie vor in der Fabrik unterwegs. Er nimmt dank seiner Erfahrung viele kleine Details mittels seiner Sinne wahr und untermauert seine Erkenntnisse mit den Messwerten mobiler Sensoren. Jahrzehnte von Erfahrung werden so gewissermaßen in Zahlen „gegossen“. Das ist der perfekte, der echte Mehrwert: Die Kombination unserer fünf Sinne mit den Vorteilen mobiler Sensoren führt zu den besten Ergebnissen.


Was der eine nicht kann, leistet der andere. So einfach ist das.



Autor: DI. Mag. Markus Loinig

E-Mail: markus@senzoro.com

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